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Kehlkopfkrebs

Was ist das?

Krebs entsteht durch die abnorme Entwicklung von Zellen, bei denen es zu einem unkontrollierten Zellwachstum kommt. Krebszellen können sich in andere Gewebe ausbreiten und bilden in den meisten Fällen Tumore. Krebszellen wandern häufig über die Blut- oder Lymphgefäße in andere Teile des Körpers - wo sie dann neue Tumore bilden können, die Metastasen genannt werden.

Larynxkrebs (Kehlkopfkrebs) ist eine Krebserkrankung, die zu den Tumoren im Kopf- und Halsbereich gehört und sich im Larynx - dem Kehlkopf - entwickelt. Die meisten Kehlkopfkarzinome haben ihren Ursprung in der Glottis (der Stimmritze mit den Stimmbändern), können jedoch auch in der Supraglottis (dem darüber liegenden Raum) oder in der Subglottis (dem darunter liegenden Raum) entstehen. Larynxkrebs kann sich direkt in die umgebenden Organstrukturen ausbreiten, wobei Fernmetastasen in der Lunge am häufigsten auftreten.

Tabak und Alkohol sind die zwei wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Larynxkrebs, wobei das Risiko bei einer Kombination von Tabak- und Alkoholkonsum noch höher ist. Bei Personen unter 40 Jahren tritt er seltener auf, in den meisten Fällen betrifft Kehlkopfkrebs Personen von über 60 Jahren und tritt bei Männern vier Mal häufiger als bei Frauen auf.

 

Wie wird er behandelt?

Die Behandlung von Larynxkrebs erfolgt in einem multidisziplinären Ansatz, an dem üblicherweise Chirurgen der Hals- Nasen- und Ohrenheilkunde (HNO, Otolaryngologen), medizinische Onkologen und Radioonkologen beteiligt sind. Die Behandlung von Larynxkrebs besteht in der Entfernung der Krebszellen aus dem Kehlkopf und hängt wesentlich davon ab, wie weit der Krebs bereits gestreut hat. Das medizinische Vorgehen gegen Larynxkrebs umfasst:

 

  • Chirurgie (Entfernung der betroffenen Zellen)
  • Chemotherapie (der Einsatz von Medikamenten, die das Wachstum der Krebszellen stoppen)
  • Radiotherapie (Bestrahlung, die zum Absterben der Krebszellen führt)

 

Diese Behandlungen können allein oder kombiniert eingesetzt werden. Bei schwer betroffenen Patienten kann eine teilweise oder vollständige Laryngektomie (Entfernung des Kehlkopfs) erforderlich sein.

 

Wie ist die Prognose?

Wie für alle anderen Krebsarten gilt auch für den Larynxkrebs, dass die Prognose besser ist, wenn die Diagnose in einem frühen Stadium erfolgt. Insgesamt weisen rund 65% der Patienten nach der Diagnosestellung eine Überlebensrate von 5 Jahren auf, rund 57% leben nach der Diagnose noch mindestens 10 Jahre.

Unabhängig von der Überlebensrate können alle zur Behandlung von Larynxkrebs angewandten Therapien mit Nebenwirkungen einhergehen, die die Atmung, die Nahrungsaufnahme und das Sprechen der Patienten beeinträchtigen:

 

  • Atmung: Nach einer teilweisen Laryngektomie muss unter Umständen für die Dauer des Heilprozesses ein vorübergehendes Tracheostoma angelegt werden. Patienten, bei denen eine komplette Laryngektomie durchgeführt wurde, brauchen ein dauerhaftes Tracheostoma, um atmen zu können. Auch die Bestrahlungstherapie kann durch Schwellungen am Kehlkopf zu Atembeschwerden führen.
  • Nahrungsaufnahme: Ebenso benötigen Patienten nach einer Laryngektomie während der Dauer des Heilprozesses für die Nahrungsaufnahme vorübergehend eine Sonde. Auch die Bestrahlungstherapie kann zu Schluckbeschwerden führen. Im Falle schwerer Störungen durch Schwellungen kann die Verlegung einer Gastrostomiesonde erforderlich sein, um die Nahrung direkt in den Magen zu führen.
  • Sprechen: Patienten nach Larynxentfernung können nicht mehr normal sprechen, da sie keine Stimmbänder mehr haben - es gibt jedoch einige alternative technische Möglichkeiten, um die Funktion der Stimmbänder zu ersetzen.

 

 

Quellen: American Cancer Society (ACS), National Cancer Institute (NCI) of the National Institutes of Health (NIH), National Health Service (NHS).